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Vom 26. Dezember bis zum 3. Januar verschlug es Chrissi & Michi ins
Swiss Inn Resort Dahab – und damit direkt hinein in einen ganz
besonderen Jahreswechsel.
Das Hotel selbst überzeugte mit einer tollen Lage und angenehmer
Atmosphäre. Während unseres Aufenthalts wurde allerdings eine Hälfte der
Anlage renoviert. Für uns hatte das einen unerwarteten „Nachteil“: ein
Zimmer mit Meerblick und insgesamt deutlich weniger Gäste – mehr Ruhe
und Platz also, als man es sonst vielleicht erlebt.
Unser eigentlicher Fokus lag jedoch klar unter Wasser. Die Tauchbasis
vor Ort, Teil von Extra Divers und geführt von zwei Deutschen, erwies
sich als hervorragend organisiert und besonders einsteigerfreundlich.
Ursprünglich hatten wir fünf Tage mit jeweils zwei Tauchgängen geplant –
am Ende standen beeindruckende 14 Tauchgänge auf der Liste.
Die Tauchplätze rund um Dahab sind bequem erreichbar – keiner lag weiter
als etwa 35 Minuten Fahrt mit dem Pickup entfernt. Bei Spots wie Blue
Hole, Eel Garden, Lighthouse Reef oder Fish and Friends gehörte
allerdings noch ein kleiner „Spaziergang“ von 100 bis 200 Metern in
voller Ausrüstung zum Einstieg dazu – definitiv ein Teil des
Erlebnisses.
Vor jedem Tauchgang gab es ein kurzes, präzises Briefing – und dann ging
es auch schon ab ins Wasser. Die Nachbesprechungen waren dafür umso
ausführlicher und boten viel Raum, die Sichtungen gemeinsam Revue
passieren zu lassen.
Und davon gab es reichlich:
Fast jeder Tauchgang brachte neue Highlights. Besonders
beeindruckend waren die Clownfische („Nemos“) in ihren Anemonen, aber
auch Begegnungen mit Torpedorochen, Blaupunktrochen und verschiedenen
Muränen sorgten für Begeisterung. Ein echtes Highlight war der seltene
Seegrasgeisterpfeifenfisch – auch wenn ihn leider nur Chrissi zu Gesicht
bekam.
Dazu kamen Oktopus und Sepia, verschiedene Koffer- und Kugelfische sowie
viele weitere faszinierende Meeresbewohner, die jeden Tauchgang
einzigartig machten.
Ein besonderes Erlebnis war der Nachttauchgang am Lighthouse:
Leuchtende Korallenpolypen, fluoreszierendes Plankton bei
ausgeschaltetem Licht und eine Vielzahl nachtaktiver Tiere wie
Boxergarnelen, Langhornspinnenkrabben oder Stachelschwimmkrabben machten
diesen Tauchgang zu etwas ganz Besonderem.
Die Bedingungen waren dabei durchweg ideal:
Wassertemperatur konstant bei angenehmen 24 °C, an Land in der Sonne
gefühlt um die 30 °C bei leichtem Wind. Die Tauchgänge dauerten zwischen
50 und 70 Minuten bei Tiefen bis etwa 37 Metern. Zur Auswahl standen 12-
oder 15-Liter-Aluflaschen mit Luft oder Nitrox.
Ein
kleiner traditioneller Wermutstropfen:
Am 1. Januar fiel der Vormittagstauchgang aus – was nach Silvester aber
durchaus verschmerzbar war.
Besonders positiv fiel auf, dass nahezu jeder Tauchplatz nur einmal
angefahren wurde. So blieb die Unterwasserwelt abwechslungsreich und
spannend bis zum letzten Tauchgang.
Für alle, die noch wenig Erfahrung im Salzwasser oder speziell im Roten
Meer haben, ist diese Tauchbasis definitiv eine hervorragende Adresse.
Am
Ende bleibt ein rundum gelungener Tauchurlaub mit vielen unvergesslichen
Eindrücken und Erlebnissen.
Ein herzliches Dankeschön geht noch an Sandra Heuer, die uns nach dem
„Ableben“ unserer Kamera freundlicherweise mit Bildern ausgeholfen hat.
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